Du und dein Weg sind einzigartig

Du folgst deinen eigenen Spuren, aber nicht immer und überall findest du sie. Dort sind sie in Vergessenheit geraten. Und du gehst im Dunkeln herum. Du wanderst hierhin und dorthin und gräbst dabei die Spur tiefer und tiefer in dich hinein. Bis du endlich deinen Weg wieder findest! Bis du an deinen Wurzeln kommst. Kannst du dein Spur mal nicht mehr finden, gehst du neue Wege,setzt neue Lichtpunkte und transformierst dabei die alten. Du stellst die Welt auf den Kopf und erschaffst dir alles neu. Es ist dir nicht immer klar, dass du es tust. Aber der Himmel sendet dir Zeichen, zeigt dir, dass sich etwas bewegt, dass etwas passiert. Du hast nicht immer ein Erklärung dafür, aber du träumst die Antwort im Schlaf und am Morgen weißt du plötzlich alles auf einmal.
Manchmal fehlt ein Puzzleteil, es gibt eine Lücke, oder einen fast unüberbrückbarenbaren Abgrund. Doch ein Freund reicht dir die Hand und du überwindest ihn mit Leichtigkeit. Ihr geht zusammen ein Stück. Lange. Bis es Zeit für dich ist weiterzugehen. Dein Freund winkt dir zu, du winkst ihm zu. Jetzt weißt du, wo du ihn findest, ihr seid nie weit voneinander entfernt - in euren Herzen.
Dein Weg wird dich immer finden. Du bist nie wirklich allein. Dein Herz kennt den Weg. Auf diese Weise triffst du deine Schatten, bezahlst alte Rechnungen, denn dafür bist du gekommen. Du räumst die Vergangenheit auf, während du die Zukunft aufbaust.
Der Wind weht dir Geheimnisse zu, er flüstert von anderen Welten. Er nimmt deine Liebe mit und verteilt sie dort, wo sie fehlt. Es regnet Freudentränen aus deinem Universum - sie geben dem Boden Wasser, wo es trocken ist. Alles blüht auf um dich herum. Das Leben fließt aus deinen Händen, küsst die Erde, wo deine Füße sie segnen.
Leichtigkeit folgt dir auf den Fuß. Du reitest mit dem Wind zum Meer, den Bergen, den Flüssen und verteilst dein Gold. Der Wald ist voller Glück, das Wasser kräuselt sich vor Freude.
Der Schmerz verschwindet, wenn du ihn annimmst und mit Mitgefühl heilst.
Der Wut verdampft im Ozean. Mit einem Schrei wirst du wiedergeboren werden. Aus der Tiefe der Gebärmutter, ausgespuckt wie ein Fisch, bist du auf dem Trockenen zuerst. Aber die Flügel werden wachsen, deine Füße werden wachsen, alles was du brauchst, und die Erde wird dich tragen. Sie trägt dich, sie wiegt dich, sie ist glücklich mit dir. Ein Engel geht dann auf der Erde, im Zeichen der Liebe wird die Erde durch dich, und andere wie du wiedergeboren.
Die Erde atmet, sie atmet durch dich.
Die Erde liebt, sie liebt durch dich.
Die Erde ist neu, auch du bist neu darin.

Ambika

Im Buddhismus gibt es eine Erzählung: Ein neuer Mönch kam in die Klostergemeinschaft und wurde gefragt, woher er denn komme, wo er denn hin will und wer er denn sei? Ich komme nirgendwo her, ich bin niemand und ich gehe nirgends hin, war die mystische Antwort des Mönches. Er wurde fortan als sehr erleuchteter Bruder von der Gemeinschaft der Mönche geehrt.

Hast du dir auch schon mal die Frage gestellt: Wer bin ich? Wo komme ich her? Und wo gehe ich hin? Was wäre deine Antwort? 

Meine Antwort auf diese Frage begann ich schon vor einiger Zeit zu suchen. Für mich habe ich eine Antwort gefunden. Und sie ist sehr anders, als die des Mönches aus der buddhistischen Geschichte, der keine Herkunft und keinen Weg mehr kannte.

Wenn ich hier vom Weg spreche, dann meine ich diesen Weg: Der Weg zu mehr Bewusstsein über dich Selbst, dein Wesen, deine Heimat, deine Herkunft, dein Ursprung.

Bewusstsein als solches hat keine Form und kennt keinen Weg, es ist ohne Tod und Geburt. Der Mönch aus der Geschichte hatte wohl schon ein so hohes Bewusstsein erreicht, das er im Nichts weilen konnte, im Absoluten. Dieses Absolute, die Leere, das Nichts ist noch ungeschöpft. Gott in seiner ungeschöpften Form. Und auch das ist gut so. Denn sonst wäre es schwer etwas, das wir geschöpft haben, aber uns nicht mehr dient, zu ändern. Dann müsste alles immer so bleiben wie es ist. Das Leben ist aber Veränderung und ständige Anpassung, Umordnung, Neuschöpfung und Zerstörung des Alten. 

Babaji, ein indischer Mahavatar, sagte, dass die Menschen erkennen müssen, das sie nichts sind. Oder: erkenne, dass du nichts bist, dann kannst du alles sein….

Agni, ein moderner Lehrer unserer Zeit sagt, mache dich jeden Tag leer – von Vorstellungen über dich, und fülle dich mit dem was du wirklich bist.

Wenn wir erkennen, dass alles Geschöpfte seinen Ursprung im Ungeschöpften hat, aus dem Nichts kommt, und eines Tages wieder dahin zurückkehrt, dann machen wir uns frei. Frei, jeden Tag neu in unseren Fluss einzusteigen, frei, unsere eigene Schöpfung, also unser Leben wie es momentan ist, anders zu gestalten, wenn wir merken, dass es so nicht mehr läuft. Manchmal meinen wir, nichts zu haben und nichts zu sein sei schlimm, denn es passt nicht in das Bild unserer Wohlstandsgesellschaft. Dennoch ist es einfach ein Zustand, in dem alles möglich ist. Jeder Tag beginnt aufs neu. Dein Weg jetzt, muss nicht dein Weg von morgen sein. Es liegt an dir, was du daraus machst. Du und dein Weg – ihr seid einzigartig.

Das Leben ist aber auch erhaltend und als Mensch sind wir innerhalb der Schöpfung an einen Platz gestellt und nehmen in ihr Form an. Wir können unser Bewusstsein dahingehend erweitern, dass wir erkennen, wir sind Mitschöpfer innerhalb der Schöpfung, ausgestattet mit vielen Gaben, die wir hier auf die Erde aus unseren Himmeln mitbringen. Unser Himmel ist das, was im Geistigen schon existiert, was wir auf der Ebene unser Seele schon geschöpft haben aus dem ewigen Bewusstsein und der Liebe Gottes. Der Schöpfer in seinem absoluten Sein ist eins mit der Schöpfung in ihrem Ausdruck – im Geistigen, wie in der Materie. Nichts ist getrennt. Auf der Erde können wir ein Bewusstsein für diese Einheit entwickeln. Wir können lernen unserer Seele, unserem Himmel und unserem Sein auch auf der Erde Ausdruck zu geben und dadurch Bewusstsein entwickeln, wer wir sind. Wir sind Ausdruck der einen Liebe. Wenn wir dieses Bewusstsein leben, dann leben wir Liebe. Dann leben wir Licht. Und machen auch die Erde liebevoller und heller. 

Der Weg zu mehr Bewusstsein über dich Selbst fängt dort an, wo du beginnst Fragen zu stellen. Wer bin ich überhaupt, was mache ich hier, wie bin ich hierher gekommen? Erst mal steht man da und weiss gar nichts. 

So ging es mir vor vielen Jahren, als ich das erste Mal ein Buch über eine Schamanin las. Die Schamanin im Buch erzählte von ihren schamanischen, inneren Reisen, auf denen sie mit ihrem Geist in die abenteuerlichtsen Gefilde reiste. In die obere, mittlere und untere Welt, dabei Seelenanteile einfing oder andere abenteuerlich klingende Dinge erlebte. Für mich war es damals wie ein Märchen, etwas das anderen in einem Buch passierte, weit entfernt von meiner Wirklichkeit als frischgebackene Mutter mit einem Säugling an der Brust. Doch etwas liess mich nie wieder los. Unbewusst hatte mein Weg angefangen mich zu rufen, damals. Doch erst viele Jahren nach diesem ersten Eindruck während der Kindbettzeit mit meiner Tochter, wo ich Bücher über Schamanismus verschlang, traf ich das erste Mal eine praktizierende Schamanin. Ich wusste aber erst nicht, das sie eine war, und hatte auch nach keiner gesucht. Ich traf sie auf einem Fest. Es waren viele Menschen dort, und ich kannte niemanden. Ich hatte nur davon gehört und war mit einem Freund mitgegangen, denn es gab Vorträge über spirituelle Themen, was mich interessierte. Irgendwann dann sah ich sie. Dort stand sie in einem braunen Lederkleid, die weissen Haare zu einem Zopf geflochten. So anziehend ihr Äusseres auch war, so sah ich in dem Moment nur ihr Wesen, dass eine goldene Aura ausstrahlte. Fasziniert ging ich zu ihr und fragte sie, ob ihr dieser Platz, dieses Haus gehöre. Lächelnd und wissend sah sie mich an und sagte: Ich bin nur die Hüterin. 

Sie wurde meine erste Lehrerin auf meinem schamanischen Weg und es war sie, die mich als Schamanin erkannte und auch sie, die mich weiter schickte, meine Lehrer und meine Wurzeln zu finden. 

Es war eine lange Reise seitdem, die fast 18 Jahre gedauert hat. Und viel zu lang ist, um sie hier zu erzählen. Vieles habe ich erlebt, erkannt und gelöst für mich auf diesem Weg. Soviel, dass ich mit Gewissheit über all diese Dinge heute spreche, die ich nur mal aus der Theorie kannte.

Es war mein Weg. Und jeder Weg ist anders. Dennoch, ohne meine Lehrer und Weggefährten, die mich immer wieder bedingungslose Liebe zu mir selber lehrten, wäre ich nicht dort angekommen, wo ich heute bin.

Heute kann ich dich begleiten. Als Lehrerin, als Schwester, als Guru. Das ist heute mein Weg. Und der Weg formt sich bei jedem Schritt. Wir müssen ihn gar nicht genau kennen. Nur ja sagen, zu uns selber. Unser Herz wird sich weiter und weiter öffnen, für die Wahrheit, unser inneres Sehen für die Erkenntnis.

Wo immer du stehst auf deinem Weg, es gibt immer noch mehr zu entdecken, weiteres Potential zu integrieren. Heute stehen uns ganz neue Wege zur Verfügung, undogmatisch und liebevoll. Wege, die uns wirklich zu uns führen, weil sie nichts anderes erwarten, als das du dich selber leben willst. Das du Liebe leben willst und dein Leben so gestaltest, das es dir entspricht. Wege, die dein Schöpferpotential zum Erblühen bringen, deine innere Schönheit erstrahlen lassen und dich führen, auf deinem einzigartigen Weg zu dir.